Norwegen Bypost

Folgende Lokalposten waren in Norwegen tätig:
 
Landkarte
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Arendal

Arendal


Bergen I

Bergen I


Bergen II

Bergen II


Bergen III

Bergen III


Christiania

Christiania


Drammen I

Drammen I


Drammen II

Drammen II (Eckholts Bypost)


Drammen III

Drammen III (By- und Pakkepost)


Drammen IV

Drammen IV (Børresens Bypost)


Grimstad

Grimstad


Hammerfest

Hammerfest


Holmestrand

Holmestrand


Horten

Horten


Kragerø

Kragerø


Kristiansund I;

Kristiansund I


Kristiansund II;

Kristiansund II


Levanger

Levanger


Mandal

Mandal


Namsos

Namsos


Spitsbergen

Spitsbergen


Steinkjaer

Steinkjaer


Tromsø

Tromsø


Trondheim

Trondheim


T&slash;nsberg

Tønsberg


Vadsø

Vadsø


Vardø

Vardø


Aalesund

Aalesund


Aasgaardsstrand

Aasgaardsstrand


N.M.S.

N.M.S.


Bouvet Oya

Bouvet Oya



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Die staatliche Post befaßte sich ursprünglich lediglich mit der Beförderung von Ort zu Ort. Innerhalb der Ortschaften half man sich selbst nach bester Weise, wenn es darum ging,die ankommenden Sendungen an die jeweiligen Empfänger weiter zu leiten. Eine erste Abhilfe brachten die Resolutionen vom 29.12.1848 und vom 29.9. 1858, die die Staatspost gegen eine Nachnahmegebühr von 1 Skilling ("Brevpenge") in Christiania und in Bergen auch mit der innerörtlichen Verteilung betrauten. In Christiania (3.2.1857), Bergen (1.9.1878), Porsgrund (ebenfalls 1.1.1878) und Fredrikstad (1883) folgte die Gründung von öffentlichen Byposten zur Melioration der Lokalbelange, während die geregelte Versorgung innerhalb anderer Ortschaften offensichtlich auf sich warten ließ. So nimmt es nicht Wunder,daß sich auch private Unternehmungen im Hinblick auf die erhoffte Lukrativität für das Projekt zu interessieren begannen und alsbald gegründete Zweckfirmen z.T.auch erfolgreich betrieben werden konnten. Das Postgesetz vom 3.5.1871 regelte die Ausführungsvorschriften hinsichtlich Taxordnung und Betriebslizenz. Nach §46 dieses Gesetzes durfte sich beispielsweise kein privates Unternehmen in Orten etablieren, in denen bereits eine staatliche Bypost fungierte. Das neue Postgesetz vom 12.5.1888,das den Monopolbetrieb der Staatspost durchsetzte, beendete dahingegen die Wirksamkeit der privaten Initiativen. Gegen die Zahlung einer Abfindungssumme, deren Höhe entsprechend der Größe und der Bedeutung der jeweiligen Unternehmung gestaffelt war, mußte der Betrieb bis zum 1.7.1888 resp. 31.12.1888 eingestellt werden. Ausgenommen waren lediglich die Byposten von Troms~ und Trondhjem,die auf die Anfrage der Postverwaltung vom 13.6.1888 einen erheblichen Bedarf nachweisen konnten. Die Lizenz der Bypost von Trondhjem erlosch als letztes Privatunternehmen erst mit dem Tode das derzeitigen Inhabers am 1.7.1913.

Spekulative Briefmarkenausgaben kleiner Ortschaften ohne Bedarf, nur dazu angetan, dem Sammler das Geld aus der Tasche zu locken, ließen das gesamte Sammelgebiet in Mißkredit geraten.Die umfangreiche Bedarfsfrequenz anderer Orte betont dahingegen die Seriosität des Unternehmens und unterstreicht mit Sicherheit die Sammelwürdigkeit entsprechender postalischer Belege.


Die Darstellung auf diesen Internetseiten beruht auf einem Artikel von Jürgen Tiemer in den Philatelistischen Nachrichten Nr. 45 der FG Nordische Staaten, dem Standardwerk "Norges Byposter og annen norsk lokalpost" von Carl A. Pihl, Bergen 1963 und (mit freundlicher Genehmigung der Autoren) dem "Katalog over Norges Byposter" von Bjørn Schøyen und Finn Aune, Oslo 2005 (ISBN 82-92535-03-9).

Die Katalognummern auf den folgenden Seiten beziehen sich in der ersten Spalte auf Pihl und in der zweiten Spalte auf Schøyen/Aune.

© 2016 Dr. Reinhard Meyer

 
 

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