A

A.P.O.-Nummer
(Island - Grönland) Army Post Office (=Armeepostbüro - Feldpostbüro) der US-Armee in Island und Grönland seit dem 2. Weltkrieg. In der Regel wird eine A.P.O.-Nr. im Feldpoststempel und /oder der Absenderangabe genannt (Abb.: Maschinen-Stempel A.P.O. 860, Reykjavík). -->
FPO-Stempel; R.A.F.-Stempel; V-Mail

Arbeitsgemeinschaft
1. Arbeitsgemeinschaften (früher Bundesarbeitsgemeinschaften) und Forschungsgemeinschaften sind überregionale spezialisierte philatelistische Vereine im -->
BDPh
2. Arbeitsgemeinschaften und Betriebsarbeitsgemeinschaften waren die "Orts- bzw. Betriebsvereine" im Philatelistenverband der DDR.

Arbeitskreis
Arbeitskreise (früher auch Freundschaftskreise) waren überregionale spezialisierte philatelistische Vereinigungen im Philatelistenverband der DDR.


B

BDPh
Bund Deutscher Philatelisten e.V.
Zusammenschluß aller Philatelisten, Philatelistenvereine und philatelistischen Arbeitsgemeinschaften in Deutschland.


C


D


E

Einring-Nummernstempel
(Island) In Island wurden ab 1903 für die kleineren Postellen (Briefsammelstellen) solche Nummernstempel verwendet. Nummern von 1 bis 300 in (im wesentlichen) zwei verschiedenen Typen (siehe Abb.). Literatur: Handbok över Isländska Nummerstämplar, Föreningen Islandssammlarna, (1992), 2005.



F

Federbrief
(Schweden - Finnland - Åland) Federbriefe sind Briefe der Staatsverwaltung, die mit einer - mitunter auch mit mehreren - eingesiegelten Vogelfedern versehen waren, zum Zeichen einer besonders eiligen Beförderung (dabei schwarze Feder für Tag- und Nachtzustellung; weiße Feder für "normale" eilige Zustellung). Sie stammten aus der Zeit, als es noch keine Eisenbahn gab, und sie wurden meist durch reitende Boten befördert.

FERIE
(Dänemark) Portomarken mit Aufdruck "FERIE" (=Urlaub) sind staatliche Spar-Marken, die ab dem 1. August 1938 (bis 31. März 1982) verwendet wurden. Anfangs wurden Portomarken extra nachgedruckt und mit dem Aufdruck versehen, später wurden "eigenständige" FERIE-Marken herausgegeben. Weitere Fakten -->
ORLOF

FKMB-Stempel
(Schweden) FKMP + 2 Ortsnamen = fack med bevakning (av postiljon eller konduktör) = Fach mit Bewachung (in einem Bahnpostwagen), 1913 - 1959 als Inschrift bei Bahnpoststempeln

FKMP-Stempel
(Schweden) FKMP + 2 Ortsnamen = fack med bevakning av postiljon = vom Postschaffner bewachtes Fach (in einem Bahnpostwagen), als Inschrift bei Bahnpoststempeln

Föreningen mot Tuberkulos
(Schweden) = "Verein gegen Tuberkulose"; Inschrift auf den ersten schwedischen Weihnachtsmarken (= -->
Julmarken).

Forschungsgemeinschaft
-->
Arbeitsgemeinschaft

FPO-Stempel
(Island - Färöer) FIELD POST OFFICE (=Feldpostbüro) der britischen Armeen in Island und auf den Färöern im 2. Weltkrieg. Eine FPO-Nr. wird im Feldpoststempel genannt (Abb.: Handstempel FPO 306, Reykjavík). -->
A.P.O.-Stempel; R.A.F.-Stempel

Fribref-Stempel
(Schweden) FR.BR. oder Fr.Br. = fribref = Freibrief; Teilinschrift in Halbkreis- oder Rahmenstempeln; bedeutet nicht, dass der Brief gebührenfrei ist. Solche Briefe wurden in eine Portoliste (ein Portobuch) eingetragen und nach einer bestimmten Zeit zusammen abgerechnet.

Från-Stempel
(Schweden) Från... = "aus ..." (oder "von ..."); erstes Wort in Linien- oder Rahmenstempeln, es folgt eine Landesangabe. Inschrift in Stempeln, die in schwedischen Ankunftsorten (Häfen) bei der Anlandung von Post aus dem Ausland zum Einsatz kamen.
In Dänemark "Fra ...", Island "Frá ...", Färöer "Fra ..." (später "Úr ...")


G

Gelbe 3 Skilling
(Schweden) auch "Tre Skilling Banco" - WELTRARITÄT - nur 1 Exemplar bekannt: Ein offensichtlich einmaliger Farbfehldruck in gelber Farbe (wie die 8 Skill. Bco.) der normalerweise grünen 3 Skill. Bco. der ersten Freimarken Schwedens von 1855. Nur dieses eine Stück bekannt!

Glossar
Zeichen: --> und kursiv = Hinweis auf vorhandene Begriffe (wenn auch unterstrichen, dann verlinkt)

Greiðslumerki
(Island) Greiðslumerki (Zahlungsmarken) sind staatliche Gebührenmarken im Wert von 10 Aurar, die zwischen dem 1. April 1935 und dem 31. März 1941 zu je 1 Marke auf allen Zahlungsbelegen (Rechnungen, Schecks, Anweisungen u.v.m.) über 20,00 Kronen angebracht werden mussten. Nach der Verwendung von 2 überdruckten Briefmarken der Serie "Gullfoss" wurden 2 "eigenständige" Werte herausgegeben. Die Entwertung erfolgte in verschiedenen Formen. Auch normale Briefmarken wurden - wenn auch selten - für diese Zwecke verwendet.


H


I


J

Julmarken
(Dänemark und alle anderen nordischen Länder) Jul = Weihnachten; Spendenmarken der Alten- bzw. (später) Kinderhilfe ohne Frankaturkraft, die seit 1904 nach einer Idee des Dänen Einar Holbøll unter anderem auch von der dänischen Post in der Vorweihnachtszeit verkauft werden. Weitere Ausgaben in Dänisch-Westindien sowie später in allen anderen nordischen Ländern (in Schweden und Finnland für den -->
Tuberkulosefonds).


K

Kehrdruck
siehe -->
tête bêche


L

Lösen
(Schweden) = "Porto" bzw. "Nachgebühr", inschrift in Nebenstempeln; -->
Svars-Lösen-(Marken)

Lådbref-Stempel
(Schweden) L...br = Lådbref = Brief/Karte aus dem Briefkasten


M

MAKULLERAS
(Schweden) = "entwertet"; Linienstempel


N


O

O.A.T.-Stempel
(Island - Färöer) Onward Air Transmission (=weiter mit Flugverbindung): Britischer Luftpost-Leitvermerk (1940/52) auf ziviler Post, der vermutlich nur auf dem oberen Poststück eines Briefbundes (deshalb die Seltenheit) nach erfolgter britischer Zensur angebracht wurde. Die Seewege um Groß Britannien waren im 2. Weltkrieg unterbrochen. Der Leitvermerk wurde in der Regel mit Gummistempel abgeschlagen aber seltener auch handschriftlich notiert. Die Anwendung erfolgte nicht nach den Regeln des internationalen Postverkehrs.

OBETALDT
(Schweden) = "unbezahlt" bzw. "unfrei"; als Stempel in verschiedenen Formen auf Postsendungen

ORLOF
(Island) Briefmarken mit Aufdruck ”ORLOF” (=Urlaub) sind staatliche Spar-Marken, die vom 1. August 1943 bis zum 30. April 1973 vom Arbeitgeber als Teil der Entlohnung in spezielle ORLOF-Bücher der Arbeitnehmer geklebt werden mussten. Dem Arbeitnehmer wurde der Betrag bei Beginn seines Jahesurlaubs bei der Post ausgezahlt. Anfangs wurden Bestände von Briefmarken mit verschiedenen Wertstufen überdruckt, später wurden "eigenständige" ORLOF-Marken herausgegeben.
In Dänemark bestand diese Regelung mit -->
FERIE-Marken.

OTILLR: FRANCO
(Schweden) = " ungenügende Freimachung"; als Linien- oder Rahmenstempel auf Nachgebühren-Sendungen


P

PKP-Stempel
(Schweden) PKP + Nr. und 1 Buchstabe = postcupé = Postabteil, 1914 - 1968 als Inschrift bei Bahnpoststempeln

PKXP-Stempel
(Schweden) PKXP + Nr. = Postcupéexpedition = Postabteilabfertigung, 1868 - 1934 als Inschrift bei Bahnpoststempeln

PLK-Stempel
(Schweden) PLK + Nr. = Postiljonscupéexpedition = Postschaffnerabteilabfertigung, 1900 - 1950 als Inschrift bei Bahnpoststempeln

Prentað mál
(Island) Isländische Bezeichnung für Drucksache.

Prentspjald
(Island) Isländische Bezeichnung für Drucksachen-Ganzsachen-Karten, die von 1928 bis 1941 herausgegeben wurden. Ab 1934 wurde ein "eigenständiger" Wertstempel ohne die Landesbezeichnung, nur mit "5 AURAR", benutzt (Abb.).


Q


R

R.A.F.(P.O.)-Stempel
(Island) ROYAL AIR FORCE Post Office (=Feldpostbüro der britischen Luftstreitkräfte) in Island im 2. Weltkrieg. Eine R.A.F.P.O.-Nr. wird im Feldpoststempel genannt (Abb. Handstempel R.A.F. 001, Reykjavík). -->
A.P.O.-Stempel; FPO-Stempel

REGISTRERAS
(Schweden) = "eingeschrieben"; als Linien- oder Rahmenstempel vorkommend


S

Svars Lösen
(Schweden) = "bezahlte Antwort", in der Regel durch Rückumschläge bzw. -karten aus Werbesendungen. Svars-Lösen-Marken sind private markenähnliche Drucke von Firmen zur Verwendung auf (dann kostenlosen) Antwortsendungen - das Prinzip ist den Militärumschlägen mit rückseitig angebrachten Antwortmarken nachempfunden. -->
Lösen


T

tête bêche
In der Philatelie Begriff für (deutsch) "Kehrdruck". Druck-Klischees, die nebeneinander um 180 Grad zueinander gedreht in der Druckplatte angeordnet werden. Kehrdrucke kommen in fast allen klassischen Länder-Sammelgebieten vor. (Abb. Michel-Nr. 176 I, 5 Öre Löwe, grün, von 1921)

Tollur
(Island) Tollur (=Zoll): Die Verrechnung von Importzoll auf die meisten Waren (Ausnahme z.B. Bücher), die durch Postpakete nach Island kamen, erfolgte vom 01.01.1913 bis zum 30.11.1938 mit Briefmarken. --> Tollur-Stempel; Tollur-Vorläufer

Tollur-Stempel
(Island) Tollur-Stempel sind postalische Nebenstempel. Sie wurden ab August 1924 bis zum 30.11.1938 zur Entwertung von Briefmarken, die zur Verrechnung von Zollgebühren verwendet wurden, in vielen Hafenorten eingesetzt. --> Tollur; Tollur-Vorläufer

Tollur-Vorläufer
(Island) Vor der Verwendung des --> Tollur-Stempels ab August 1924 erfolgte die Entwertung der zur "Zoll-Verrechnung" verwendeten Briefmarken in der Regel mit einem Tagesstempel der Post. In verschiedenen Zeiträumen wurden auch handschriftliche Entwertungen oder Durchlöcherungen mit spitzen Gegenständen sowie Nähmaschinen-Durchstich vorgenommen. --> Tollur

Tretio - 20 Öre
(Schweden) tretio = dreißig: Falsche Wertangabe im Schriftband eines Klischees der Freimarkenausgabe "Ringtype" (bzw. "Ziffer im Kreis") von 1877 mit Zähnung 13. Aus der Druckauflage von 1880 wurden insgesamt 1.583 Stück hergestellt und 970 Stück ausgeliefert. Der größte Teil wurde unerkannt als 20 Öre Wert verbraucht.


U


V

V-Mail
(Island - Grönland) Versendungsform der US-Feldpost von den Kriegsschauplätzen des 2. Weltkrieges. Um die Masse der Briefe für den Transport einzuschränken und um die Zustellung schneller zu ermöglichen, schrieb der Frontsoldat den Brieftext in ein spezielles Formular. Viele Formulare kamen auf einen Mikrofilm. Die Filme wurden mit Flug in die USA transportiert, dort entwickelt und zugestellt. -->
A.P.O.

Värnamo-Marken
(Schweden) Die Werte zu 55 und 80 Öre der Freimarkenausgabe "Gustav V. im Medaillon" wurden jeweils nur in einer Auflage von 1.000 Stück ausschließlich nach Värnamo (Stadt im Regierungsbezirk Jönköping, Småland) ausgeliefert. Zwischen dem 27. 6. und 2. 7. 1918 wurden diese Marken verkauft und nur in sehr geringen Mengen postalisch verwendet. Weiterhin wurden 1918 je 375 Stück an die UPU geliefert und bis Oktober 1985 je 982 Stück für repräsentative Zwecke (UPU-Kongresse 1924 und 1947) sowie zum Austausch mit anderen Postverwaltungen aufgebraucht. Dann wurde der Rest offiziell vernichtet - bis auf je 200 Stück, die im Archiv blieben und 500 (55 Ö.) bzw. 300 (80 Ö.) Stück für das Postmuseum. (Abb. aus Katalog der 177. Postiljon Auktion, Malmö, 2001)


W


X


Y


Z


Á


Å

Ångbåt-Stempel
(Schweden) "Ångbåt", "MED ÅNGBÅT", "ÅBXP" (ab 1912), "ÅBP" (ab 1917), "ÅXP" (ab 1925), "ÅBX" (1945 - ca. 1950) - Kreisstempel jeweils mit einer Nummer - sind Dampfschiffpoststempel


Æ


Í


Ó


Ø


Ð


Þ

Þrír-Ausgabe
(Island) Richtig mit isländischen Buchstaben: "þrír" (=drei). Aufgrund der relativen Seltenheit und der nahezu vollständigen philatelistischen (spekulativen) Verwendung sehr bekannte erste Aufdruck-Ausgabe. Der Aufdruck erfolgte zuerst mit roter "3" und schwarzem Wort "þrír" (Ausgabe 1.11.1897), später nur mit "þrír" (3.11.1897). Es existieren verschiedenste Fälschungen der Aufdrucke!