Neue Literatur der FG NORDISCHE STAATEN e.V. (2023-08-19 11:51)



 

"GRÖNLAND - Insel der Arktis"

Die FG Nordische Staaten e.V. gab ein neues Grönland-Heft heraus [Vorschau: pdf-Datei]. Es wird das international bekannte und mehrfach mit Gold ausgezeichnete Exponat unseres Mitgliedes Herrn Gerhard Müller widergegeben. Auf 150 Seiten werden viele sehr interessante und weitgehend unbekannte Belege von und nach Grönland aus der Zeit zwischen 1784 und dem Beginn der 1950er Jahre gezeigt. Das Heft kann über die Geschäftsstelle der FG Nordische Staaten e.V. für 14,00 EUR (incl. Porto u. Verpackung als Büchersendung) bezogen werden. Mitglieder erhalten einen Rabatt. (Geschäftsstelle, 18.01.2008)

Rezension: GRÖNLAND - Insel der Arktis
Das vorliegende Buch GRÖNLAND - Insel der Arktis macht die international bekannte postgeschichtliche Sammlung auch nach ihrer Auflösung dem interessierten Philatelisten im vollen Umfang zugänglich. Das Exponat enthielt bemerkenswerte frühe vorphilatelistische Poststücke von, nach und innerhalb Grönlands. Darunter war ein Schreiben aus dem Jahr 1784 und ein mit einem Walfangschiff versandter Missionarsbrief aus dem Jahr 1834.
Eine im Stiefel eines Kajakfahrers transportierte Mitteilung im Bereich der Disko-Bucht leitete das Kapitel der gebührenfreien Epoche des internen Briefversandes während der Zeit der grönländischen Vorphilatelie ein.
Die Periode der halbamtlichen Paketmarken wurde bewusst nur mit einem umfassenden Überblick behandelt.
Die Bedeutung und Arbeitsweise der Verwaltungsstelle für Grönland in Kopenhagen für ankommende Briefe und Postkarten insbesondere aus dem Ausland wird dem Betrachter an Hand seltener Versandtorte erläutert.
Die private Enklave im hohen Nordwesten der Insel in der Arktis bei Thule wurde auch mit ihren Regionalmarken in gebührendem Umfang gewürdigt.
Im Jahr 1938 wurde Grönland in den Weltpostverein aufgenommen. Die Schwierigkeiten beim Übergang in die postalische Neuzeit werden dem Betrachter in verständlicher Weise nahe gebracht.
Die ständig wechselnden und verschlungenen Postwege während des 2. Weltkriegs wurden umfassend dokumentiert und auch Briefe nach seltenen Destinationen gezeigt. Dabei kam der mannigfaltigen Briefkontrolle der Deutschen Wehrmacht im In- und Ausland und der alliierten Kriegsmächte mit ihren interessanten Zensurmerkmalen ein besonderer Stellenwert zu.
Ein eigenes Kapitel beleuchtete die Zeit der amerikanischen Militärbasen ab 1941 mit ihrem selbständigen Feldpostwesen. Dieser Sammlungsteil enthielt zeitgeschichtliche, postalisch belegte Dokumente von herausragender Bedeutung. Kurz gestreift wurde die Post der Marine und der zivilen Schifffahrt. Dabei wurde auch die Behandlung mit Landungsstempeln erklärt.
Im letzten Kapitel wurden die historischen Expeditionen zu Lande, zu Wasser und in der Luft vorgestellt. Damit verbunden sind glanzvolle Namen wie McMillan, Richard Byrd, Wolfgang von Gronau, Charles Lindbergh und Knud Rasmussen. Die waren Glanzstücke des Exponats. (D.Fullrich)

              
 
 
 

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